Shopify Scripts eingestellt: So berechnen Sie Gebühren und Zuschläge jetzt

Shopify hat Scripts am 30. Juni 2026 eingestellt; Bearbeiten und Veröffentlichen war schon seit dem 15. April 2026 nicht mehr möglich. Wer jetzt einen Ersatz für ein Script sucht, das eine Gebühr berechnet, sollte eines wissen: Das konnten Scripts nie. Laut Shopify können Skripte keine Artikel zum Warenkorb hinzufügen und den Preis eines Artikels nicht erhöhen, und auch der Preis eines Versandtarifs lässt sich nicht erhöhen. Scripts haben Preise gesenkt, Versandoptionen angepasst und Zahlungs-Gateways umbenannt, ausgeblendet oder neu angeordnet. Für eine Gebühr oder einen Zuschlag braucht es ein anderes Werkzeug, und das galt schon vor der Abschaltung.

Was konnten die drei Arten von Scripts?

Script-ArtWas sie konnteNächste Shopify-Functions-API heuteKann diese API etwas berechnen?
PositionsskriptePreise ändern und Rabatte gewähren, aber nie nach obenDiscountNein, sie erzeugt Rabatte
VersandskripteVersandarten ändern und Rabatte auf Versandtarife gewährenDelivery CustomizationNein, sie blendet Lieferoptionen aus, sortiert und benennt sie um
Zahlungs-SkripteZahlungs-Gateways umbenennen, ausblenden und neu anordnenPayment CustomizationNein, sie blendet Zahlungsmethoden aus, sortiert und benennt sie um

Die Functions-APIs sind die offiziellen Nachfolger, folgen aber demselben Muster: Keine der drei fügt einen Betrag hinzu. Die Delivery-Customization-API kann den Preis einer Lieferoption gar nicht ändern, und die Payment-Customization-API blendet Zahlungsmethoden nur aus, sortiert und benennt sie um (bei Shopify Plus zusätzlich Zahlungsbedingungen).

Wie finde ich heraus, welche Scripts mein Shop genutzt hat?

Shopify hält einen persönlichen Bericht über die Scripts bereit, die vor der Abschaltung aktiv waren:

  1. Gehen Sie im Shopify-Adminbereich zu Apps > Skript-Editor.
  2. Klicken Sie im Banner Deine Shopify Scripts ersetzen auf Shopify Scripts ersetzen.

Der Bericht ordnet die Anpassungen nach Bereichen (Zahlungsgateways, Versand, Produktrabatte) und verlinkt zu Functions-Dokumentation oder Apps, mit denen sich jede davon nachbauen lässt.

Konnte ein Script eine Gebühr oder einen Zuschlag berechnen?

Nein. Die Regel „Skripte können keine Artikel zum Warenkorb hinzufügen oder den Preis eines Artikels erhöhen“ schließt beide Wege aus, auf denen eine Gebühr erscheinen könnte: als neue Position oder als höherer Preis. Auch Versandskripte konnten einen Versandtarif nicht verteuern. Wenn Ihr Shop zu Scripts-Zeiten trotzdem eine Gebühr erhoben hat, kam die Gebühr selbst von woanders, etwa aus einem Produkt, das die Kundschaft hinzugefügt hat, aus Preisen, die sie schon enthielten, oder aus einer App. Das funktioniert nach der Abschaltung weiter; ersetzt werden muss nur der Script-Teil (ein Rabatt, eine ausgeblendete Versandoption).

Was ersetzt einen Zuschlag heute?

Die Wege zu einer Gebühr sind dieselben wie vorher, nur ohne Scripts. Unser Leitfaden Gebühr zur Shopify-Bestellung hinzufügen vergleicht alle sieben ausführlich. Kurz gefasst:

  • Shopify-eigene Funktionen: eine Bearbeitungsgebühr auf berechnete Versandtarife (steckt im Versandpreis) oder ein freiwilliges Trinkgeld. Beides erhebt keine Pflichtgebühr als eigene Position.
  • Eine eigene App mit Shopify Functions bauen lassen: Ein Entwickler kann mit der Cart-Transform-API Warenkorbpositionen verändern. Shopify begrenzt diesen Weg: Eigene (Custom) Apps mit Functions laufen nur in Shops mit Shopify Plus, und das Überschreiben von Preis oder Titel einer Position braucht ebenfalls Shopify Plus. Die Cart-and-Checkout-Validation-API wird oft für einen Weg zu Gebühren gehalten, kann einen Checkout aber nur blockieren, nicht ergänzen.
  • Eine Gebühren-App aus dem Shopify App Store: FlexiFees funktioniert in jedem Shopify-Tarif, ohne Shopify Plus und ohne Entwickler. Die App fügt die Gebühr als eigene Position mit Ihrem Titel in den Warenkorb ein, sobald der Warenkorb Ihre Bedingungen erfüllt.

Kann ich weiterhin einen Aufschlag für eine Zahlungsart berechnen?

Mit Shopify Functions nicht: Die Payment-Customization-API kann Zahlungsmethoden ausblenden, sortieren und umbenennen, hat aber keine Operation, die einen Betrag hinzufügt. Auch FlexiFees kann das nicht, denn die App hat keine Bedingungen für Zahlungsart oder Versandart; ihre 35 Bedingungen betreffen Produkte, Warenkorb, Kundschaft sowie Datum und Uhrzeit. In Deutschland stellt sich die Frage oft gar nicht: Nach § 270a BGB sind Vereinbarungen über ein Entgelt für SEPA-Lastschriften und SEPA-Überweisungen unwirksam, ebenso für Zahlungskarten bei Zahlungen von Verbrauchern, soweit Kapitel II der EU-Verordnung 2015/751 über Interbankenentgelte anwendbar ist.

Welche FlexiFees-Einstellung ersetzt typische Umwege aus der Scripts-Zeit?

Die App ist auf Englisch, deshalb stehen die Bezeichnungen so, wie Sie sie in FlexiFees sehen:

Was Sie wolltenEinstellung in FlexiFees
Bearbeitungsgebühr unter einem MindestbestellwertCart fee, Fixed, Bedingung Cart subtotal is less than or equal to Ihr Schwellenwert (Mindermengenzuschlag)
Zuschlag auf bestimmte ProduktePer product fee, Bedingung Product tags oder Product type (Zuschlag für schwere Artikel)
Gebühr, die Großkunden nicht zahlenZusätzlich Customer tag is not one of wholesale (Gebühren erlassen)
Gebühr nur am Wochenende oder in einer SaisonDay of week oder Date range (from/to) (Express- und Wochenendzuschläge)

Hinweis: Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung.

Quellen